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Auf dieser Seite kann Software geladen werden. Zurzeit gibt es hier nur die PC-Software +divide Manager für Windows. Diese Software ist Freeware und darf gern weiter gegeben werden.

+divide Manager v1.00dAktuelle deutsche Version v1.00 des +divide Managers vom 08.12.2009
+divide Manager v1.00eCurrent English version v1.00 of the +divide Manager from 08.12.2009

SymbolZweck dieser Software

Dieses Programm ermöglicht den komfortablen Datenaustausch zwischen einem ZX Spectrum, welcher mit DivIDE Interface und +divide Betriebssystem ausgestattet ist, und einem PC. Als Datenträger kann hier eine CompactFlash-Karte oder eine Festplatte verwendet werden, wobei sich in der Praxis CF-Karten bewährt haben.

Divide Manager Bild

SymbolAllgemeine Informationen

Das +divide Betriebssystem arbeitet wie das Plus-D Interface mit Disketten, allerdings sind diese hier virtuell auf einem IDE-Datenträger abgelegt. Um einen möglichst einfachen Zugriff auf diese virtuellen Disketten zu ermöglichen, sind diese von Sektor 0 beginnend nacheinander auf dem Datenträger angeordnet.

Das ist allerdings ein großes Problem, wenn man mit einem PC auf diesen Datenträger zugreifen will: Da es kein Dateisystem gibt, lässt sich der Inhalt nicht so einfach lesen. Zwar wäre es mit „Hacker Tools“ möglich, die Daten Sektor für Sektor auf dem PC auszulesen, aber das Handling ist sehr umständlich. Außerdem ist ein direkter Zugriff nicht ungefährlich, wenn man versehentlich einen falschen Datenträger im Laufwerk hat. Also was tun?

Ich habe mir einige Gedanken gemacht und eine praktikable Lösung gefunden, wie man sowohl mit dem Spectrum, als auch mit dem PC auf die gespeicherten Daten zugreifen kann - sofern man einige Randbedingungen beachtet. Und das funktioniert folgendermaßen:

  1. Auf den Datenträger wird eine große Datei (im Folgenden Medium genannt) geschrieben, die den gesamten von +divide genutzten Speicherplatz ausfüllt. So ist zum einen gewährleistet, dass man mit dem +divide Manager auf den gesamten Bereich zugreifen kann und zum anderen verhindert die große Datei, dass andere PC-Programme in diesen Bereich schreiben und dabei den Inhalt zerstören können.
  2. Auf dem Spectrum darf NIEMALS das erste Image (GO TO *1,0,0) verwendet werden. In diesem Bereich liegt die FAT-Struktur des Datenträgers, welche unbedingt bewahrt werden muss.
  3. Wegen der eben erwähnten FAT-Struktur beginnt die Image-Datei nicht beim Sektor 0, sondern erst hinter dem FAT-Bereich, wobei diese Stelle je nach verwendetem Datenträger unterschiedlich ist. Um die genaue Position der ersten nutzbaren virtuellen Diskette (Image 1) genau zu ermitteln, ist eine Prozedur erforderlich, die aber nur einmal durchgeführt werden muss.
  4. Zukünftig sollte der Datenträger auf dem PC nur noch mit dem +divide Manager bearbeitet werden. Es ist wichtig, dass die Cluster der Image-Datei der Reihe nach angeordnet sind, weil anderenfalls die Daten nicht an der erwarteten Position stehen. Bei der Bearbeitung mit anderen Programmen kann es passieren, dass die Datei fragmentiert wird und dann stimmen die Image-Positionen nicht mehr.

Einen Nachteil möchte ich nicht verschweigen: Beim Einrichten eines Datenträgers gehen alle Daten verloren. Man muss also den Datenträger vor der ersten Verwendung im Spectrum einrichten. Mir ist jedenfalls keine Möglichkeit bekannt, nachträglich ohne Datenverlust eine FAT-Struktur und eine Medium-Datei anzulegen.

SymbolInstallation der Software

Die Installation beschränkt sich hier auf das Anlegen eines Ordners. Hier wird einfach die Datei dmanager.exe hinein kopiert. Danach kann sie direkt gestartet werden. Nach dem ersten Start legt der +divide Manager im gleichen Ordner noch eine Datei dmanager.ini an, hier wird der Laufwerks-Buchstabe des zuletzt verwendeten Datenträgers gespeichert. Weitere Dateien werden vom +divide Manager ohne Benutzereingriff nicht angelegt, auch werden keine Einträge in die Registry geschrieben.

Auch der ZX Spectrum bzw. das DivIDE Interface muss durch Installation der +divide Firmware vorbereitet werden. Falls anstatt der +divide Firmware die weit verbreitete FATware installiert ist, dann wird die Installation besonders einfach: die Datei divide-firmware.zip entpacken und die enthaltene Datei +divide.tap auf einen normalen Datenträger (am besten auf eine CF-Karte) kopieren. Auf dem Spectrum wird dann über den Disk Browser diese Datei ausgewählt und mit LOAD "" gestartet (Jumper nicht vergessen).

SymbolFür Eilige: Kurzanleitung zum Einrichten eines Mediums

Die folgende Prozedur beschreibt die Einrichtung eines Datenträgers für die Verwendung mit +divide in Kurzform. Ich empfehle aber trotzdem, die komplette Beschreibung zu lesen.
  1. Den Datenträger (CF-Karte oder Festplatte) mit dem Dateisystem FAT (nicht FAT32) formatieren.
  2. Den +divide Manager starten und rechts oben den Laufwerks-Buchstaben des Datenträgers auswählen.
  3. Medium erstellen anklicken, Sicherheitsabfrage bestätigen, Anzahl der gewünschten Disk-Images eingeben (oder Vorgabe bestätigen) und zurücklehnen - je nach Größe des Datenträgers und der Anzahl der Disk-Images kann der Vorgang einige Minuten dauern. Ein Statusfenster oben rechts informiert über den Fortschritt. Wenn der Vorgang beendet ist, erscheint ein Info-Fenster, welches die nächsten Schritte auf dem Spectrum anzeigt.
  4. Jetzt den Datenträger an das DivIDE anstecken und den Spectrum einschalten.
  5. Auf dem Spectrum GO TO *1,0,1 und danach CAT 1 eingeben. Es sollte eine leere Diskette angezeigt werden. Jetzt SAVE d1"test" eingeben.
  6. Spectrum ausschalten und den Datenträger wieder an oder in den PC stecken.
  7. Medium positionieren anklicken und im linken Fenster erscheint eine Liste, wobei im 1. Image der Name "test" erscheint - fertig.

SymbolAusführliche Beschreibung aller Funktionen

Linkes Anzeigefenster

Hier wird eine Übersicht über alle Disk-Images angezeigt. Jeder Eintrag besteht aus der Image-Nummer und dem ersten Dateinamen, der gefunden wird. Falls das Diskimage von einem SAM Coupé stammt, dann wird der Diskname anstelle des ersten Dateinamens angezeigt. Ist der Katalog eines Disk-Images leer, dann wird <leer> angezeigt. Mit der Maus kann man ein Disk-Image auswählen und dann erscheint dessen gesamter Inhalt im mittleren Anzeigefenster.

Mittleres Anzeigefenster

Hier wird nach Auswahl eines Disk-Images der komplette Inhalt dieses Images aufgelistet. Folgende Daten werden angezeigt:

Dateien vom SAM Coupé werden angezeigt, allerdings fehlen hier die Dateidaten. Dieses Fenster dient nur zur Information. Zwar lassen sich einzelne Einträge auswählen, es ist aber keine weitere Funktion damit verknüpft.

Medium öffnen

Mit dieser Funktion wird ein Medium geöffnet und dessen Inhalt angezeigt. Vorher muss in der Auswahlbox rechts das Laufwerk ausgewählt werden, wo sich der Datenträger befindet. Ein Medium lässt sich nur dann öffnen, wenn es fertig eingerichtet, also erstellt und positioniert ist. Dies erkennt der +divide Manager am Namen der Medium-Datei, welcher folgende Struktur hat: x-y.img

 x Dies ist der so genannte Offset-Wert. Ist dieser Wert 0, so wurde die Positionierung noch nicht durchgeführt. Nach der Positionierung steht hier eine 3- oder 4-stellige Zahl und diese zeigt an, wo in der Medium-Datei das erste Disk-Image beginnt (Anzahl der Sektoren vom Dateianfang bis zum ersten Disk-Image).
 y Dieser Wert enthält die Anzahl der Disk-Images.

Bei Datenträgern, die mit einer älteren Version des +divide Managers (< v0.50) eingerichtet worden sind, hat der Dateiname die Struktur x.img. Hier fehlt die Anzahl der Disk-Images und es wird immer davon ausgegangen, dass der gesamte Datenträger für +divide verwendet wird. Die Anzahl der Images wird dann aus der Größe des Datenträgers ermittelt.

Medium erstellen

Diese Funktion wird benötigt, um ein neues Medium für den gemeinsamen Zugriff von PC und Spectrum einzurichten. Damit diese Funktion ausgeführt werden kann, muss der Datenträger leer sein. Es wird empfohlen, den Datenträger vorher zu formatieren. Dabei muss zwingend das Dateisystem FAT verwendet werden, denn nur so ist gewährleistet, dass die Cluster in der richtigen Reihenfolge geschrieben werden.

Zunächst muss in der rechten Auswahlbox das Laufwerk ausgewählt werden, in dem sich der neue Datenträger befindet. Danach kann die Funktion Medium erstellen gestartet werden. Nach Bestätigung einer Sicherheitsabfrage erscheint eine weitere Abfrage, wo man die Anzahl der gewünschten Disk-Images eingeben kann. Der +divide Manager schlägt hier die maximal mögliche Anzahl vor und wenn man diese bestätigt, wird der gesamte Datenträger für +divide verwendet. Wählt man eine kleinere Anzahl, dann verbleibt freier Speicherplatz auf dem Datenträger, der mit anderen Spectrum-Dateien gefüllt und z.B. mit FATware verwendet werden kann. Somit lässt sich ein einzelner Datenträger für mehrere Firmwares verwenden.

Nach Eingabe der Anzahl wird eine Datei mit dem Namen 0-y.img auf den Datenträger geschrieben, wobei y der soeben eingegebenen Anzahl von Disk-Images entspricht. An Hand dieser Zahl kann der +divide Manager später beim Öffnen des Mediums den für +divide genutzten Bereich erkennen. Der Schreibvorgang dauert einige Minuten und während dieser Zeit erscheint im Statusfeld oben rechts eine Fortschrittsanzeige.

Wichtig: Das Medium ist nach diesem Arbeitsgang noch nicht verwendbar, es muss noch positioniert werden. Aus diesem Grund erscheint jetzt ein Info-Fenster mit den nächsten Schritten, die auf dem Spectrum durchgeführt werden müssen.

Medium positionieren

Mit dieser Funktion wird die genaue Position des ersten Disk-Images ermittelt und somit die Prozedur zum Erstellen eines Mediums abgeschlossen. Vorher ist allerdings noch ein kleiner Zwischenschritt nötig: Damit das Programm die richtige Position finden kann, muss mindestens ein CAT-Eintrag im ersten Disk-Image auf dem Medium vorhanden sein. Dazu muss der Datenträger entfernt und an den Spectrum angeschlossen werden. Hier sind dann folgende Befehle auszuführen:

GO TO *1,0,1Das erste Disk-Image auswählen
CAT 1Katalog listen (eine leere Diskette sollte angezeigt werden)
SAVE d1"test"Speichert ein Programm unter dem Namen "test" in Disk-Image 1; der Dateiname und der Dateityp ist nicht von Bedeutung; wichtig ist nur, dass mindestens ein Eintrag im Katalog steht

Jetzt kommt der Datenträger wieder in den PC, in der rechten Auswahlbox wird das entsprechende Laufwerk ausgewählt und die Funktion Medium positionieren angeklickt. Wenn alles geklappt hat, dann erscheint jetzt im linken Fenster eine Liste mit Disk-Images, wobei das erste den Namen anzeigt, der zuvor auf dem Spectrum eingeben wurde. Damit ist das Medium fertig eingerichtet.

Medium sichern

Über diese Funktion kann mit einem Mausklick der gesamte Inhalt des Mediums auf dem PC gesichert werden (Backup-Funktion). Um Zeit und Platz zu sparen, werden nur die Disk-Images gesichert, die Daten enthalten - also mindestens einen Eintrag im Katalog haben.

Nach dem Klick auf Medium sichern öffnet sich ein Dialog, wo man das Verzeichnis und einen Dateinamen für die Sicherung auswählen bzw. eingeben kann. Beim nachfolgenden Klick auf Speichern wird der Sicherungsvorgang gestartet, wobei der eingegebene Name durch das Programm noch erweitert wird. Ein Beispiel:

Eingegebener Name:Backup
Ausgegebene Dateien:Backup-0001.dsk
Backup-0003.dsk
Backup-0004.dsk

Jede Datei enthält ein Disk-Image, wobei die angehängte Zahl der Nummer des Images entspricht. Alle Images werden im dsk-Format gespeichert, der Aufbau einer solchen Datei ist weiter unten beschrieben. Wenn viele Daten zu sichern sind, kann dieser Vorgang einige Zeit in Anspruch nehmen. Über den Fortschritt informiert die Statuszeile rechts oben.

Medium wiederherstellen

Hiermit kann eine im vorherigen Abschnitt beschriebene Datensicherung wieder auf das Medium zurück geschrieben werden. Dabei werden alle Disk-Images, die als Sicherung vorliegen, wieder auf das Medium an die originale Position geschrieben. Alle anderen Images bleiben unverändert.

Nach dem Klick auf Medium wiederherstellen erscheint zunächst ein Dialog. Hier braucht man nur eine Datei aus Backup-Reihe zu markieren (egal welche), auf Öffnen zu klicken und die Wiederherstellung wird gestartet. Auch hier informiert eine Anzeige in der Statuszeile über den Fortschritt der Aktion.

Hinweis: Die Wiederherstellung funktioniert nur, wenn der Datenträger bereits ein Medium enthält und dieses auch richtig positioniert ist. Falls dies nicht der Fall ist, so muss vorher die Einrichtungsprozedur durchgeführt werden.

Man kann diese Funktion zum Kopieren eines Mediums benutzen, wobei das Zielmedium auch kleiner oder größer als das Original sein kann. Bei einem kleineren Medium kann es allerdings passieren, dass nicht alle Images wiederhergestellt werden (Nummern größer als maximale Image-Anzahl). Diese Images können aber mit der Funktion Disk-Image einfügen manuell ergänzt werden, sofern noch freie Plätze vorhanden sind.

Medium schließen

Diese Funktion erklärt sich von selbst. Wenn man mit der Bearbeitung des Mediums fertig ist und den Datenträger entnehmen möchte, dann sollte auf Medium schließen geklickt werden.

Disk-Image extrahieren

Mit dieser Funktion lässt sich ein einzelnes Disk-Image als Datei speichern. Diese Datei kann dann z.B. per Mail verschickt oder als Web-Download zur Verfügung gestellt werden.

Zunächst wählt man im linken Fenster das Disk-Image aus, welches man extrahieren möchte, wobei dessen Inhalt im mittleren Fenster angezeigt wird. Als nächstes legt man in der Auswahlbox neben dem Button das gewünschte Dateiformat fest. Zur Auswahl stehen hier dsk, mgt und img. Eine Beschreibung der Formate erfolgt weiter unten.

Nach dem Klick auf Disk-Image extrahieren öffnet sich ein Dialog, in dem man einen Dateinamen eingeben oder auswählen kann. Die Dateierweiterung kann weg gelassen werden - diese wird entsprechend des gewählten Formates vom Programm ergänzt.

Disk-Image einfügen

Hiermit ist es möglich, eine Image-Datei in das Medium einzufügen. Vorher muss im linken Fenster die Position angeklickt werden, an welcher das Image eingefügt werden soll. Nach dem Klick auf Disk-Image einfügen erscheint ein Dialog, wo die Image-Datei eingegeben oder ausgewählt werden kann. Anhand der Dateierweiterung (dsk, mgt oder img) wird das Format erkannt, entsprechend konvertiert und in das Medium eingefügt. Das Image, welches sich vorher an dieser Stelle befand, wird dabei komplett überschrieben.

Disk-Image löschen

Diese Funktion ermöglicht das Löschen eines nicht mehr benötigten Disk-Images auf dem Medium. Auch hier muss zunächst im linken Fenster das entsprechende Disk-Image ausgewählt werden. Nach dem Klick auf Disk-Image löschen erscheint eine Sicherheitsabfrage und nach deren Bestätigung wird gelöscht. Dabei werden alle Sektoren des Images mit Nullbytes überschrieben. Dies entspricht dem Befehl FORMAT d1 auf dem Spectrum.

Plus-D Disk schreiben

Hinweis: Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn das Programm SamDisk installiert ist (weitere Hinweise folgen weiter unten).

Plus-D Disk schreiben entspricht weitgehend der Funktion Disk-Image extrahieren, hier wird jedoch keine Datei erstellt, sondern das gewählte Image direkt auf eine Plus-D Diskette geschrieben, die sich im Laufwerk A: befinden muss. Nach der Bestätigung der Sicherheitsabfrage öffnet sich ein SamDisk-Fenster, in dem der Schreibvorgang beobachtet werden kann. Insgesamt dauert es etwas mehr als 2 Minuten, bis die Diskette fertig formatiert, geschrieben und verglichen ist. Danach schließt sich SamDisk wieder.

Plus-D Disk einlesen

Hinweis: Auch diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn das Programm SamDisk installiert ist (weitere Hinweise folgen weiter unten).

Diese Funktion gibt es ebenfalls schon in ähnlicher Form (Disk-Image einfügen), hier wird aber nicht von einer Image-Datei gelesen, sondern direkt von einer Plus-D Diskette im Laufwerk A:. Nach Bestätigung der Sicherheitsabfrage wird auch bei dieser Funktion SamDisk gestartet und nach Abschluss des Lesevorganges wieder geschlossen (dauert ungefähr 40 Sekunden).

Programm beenden

Damit wird das Programm beendet :-)

SymbolSamDisk installieren

Um die Funktionen Plus-D Disk schreiben und Plus-D Disk einlesen verwenden zu können, muss das Programm SamDisk installiert sein. Dieses Programm wurde zwar für SAM Coupé User geschrieben, kann aber wegen des identischen Diskformates auch für Plus-D verwendet werden. Es wurde von Simon Owen geschrieben und auf seiner Homepage steht es zum Download zur Verfügung. Aktuell war zum Zeitpunkt der Texterstellung (11.06.2007) die v2.0:

http://simonowen.com/sam/samdisk/

Dieses Programm arbeitet in der Kommandozeile und sollte in ein Verzeichnis des Suchpfades (PATH) kopiert werden. Wem das jetzt zu kompliziert erscheint, der kopiert es einfach ins Verzeichnis vom +divide Manager. Das ist schon alles. Der +divide Manager prüft beim Start, ob SamDisk installiert ist und gibt dann die beiden Plus-D Funktionen frei.

Übrigens, der +divide Manager verwendet folgende Funktionsaufrufe zum Schreiben und Lesen von Plus-D Disketten:

samdisk /f /v temp.dsk a:schreibt das Image temp.dsk auf Diskette
samdisk a: temp.dskliest das Image temp.dsk von Diskette

SymbolWeitere Informationen

Aufbau eines Datenträgers / Mediums
+--------------+--------------+--------------+--------------+~~+--------------+
| Disk-Image 0 | Disk-Image 1 | Disk-Image 2 | Disk-Image 3 |  | Disk-Image n |
|              |              |              |              |  |              |
| FAT | (frei) |              |              |              |  |              |
+-----+--------+--------------+--------------+--------------+~~+--------------+
^     ^        ^              ^
|     |        |              |
|     |        |              ‘--- Medium + Offset + 1600 Sektoren
|     |        ‘------------------ Medium + Offset (Offset steht im Dateinamen)
|     ‘--------------------------- Medium ab hier nutzbar
‘--------------------------------- Datenträger - Sektor 0

Dateiformate

Der +divide Manager unterstützt derzeit 3 Formate: dsk, mgt und img. Allen gemeinsam ist die Größe von 1600 Sektoren, was 819200 Bytes entspricht. Da es sich hier um virtuelle Disketten handelt, sind die Daten auch wie bei einer Diskette angeordnet: Es gibt 2x 80 Tracks (Spuren) mit jeweils 10 Sektoren. Die Tracks auf der unteren Diskseite haben die Nummern 0-79 und die Tracks auf der Oberseite die Nummern 128-207. Der Unterschied bei den Dateiformaten besteht in der Anordnung der Tracks:

dsk: 0, 128, 1, 129, 2, 130, 3, 131, 4, 132, …, 78, 206, 79, 207
mgt: 0, 128, 1, 129, 2, 130, 3, 131, 4, 132, …, 78, 206, 79, 207
img: 0, 1, 2, 3, 4, …, 77, 78, 79, 128, 129, 130, …, 205, 206, 207

Die Sektoren innerhalb eines Tracks sind bei allen Formaten gleichermaßen in der Folge 1-10 angeordnet. Wie man sieht, ist das dsk- und das mgt-Format identisch, allerdings scheint das mgt-Format noch mehr zu bieten (z.B. Multi-Images), leider fehlen mir weitere Informationen. Die meiste Verbreitung scheint das dsk-Format zu haben, deshalb habe ich es für die Sicherungsdaten verwendet (Medium sichern und Medium wiederherstellen).

Einige Tipps

Disk-Images auf dem Spectrum: Niemals das Disk-Image 0 verwenden! Ein Schreibzugriff würde die FAT-Struktur des Datenträgers zerstören und er ist dann im schlimmsten Fall nicht mehr auf dem PC lesbar. Auch sollten nur so viele Disk-Images verwendet werden, wie bei der Medium-Erstellung angegeben wurden. Werden Images über diesen Wert hinaus verwendet, dann können Schreibzugriffe die Daten beschädigen, die sich hinter der Medium-Datei befinden. Meine Empfehlung: Man sollte sich die Anzahl der Disk-Images notieren und am besten auf den Datenträger schreiben. Notfalls verrät der Dateiname die Anzahl: Die Zahl nach dem Minus-Zeichen gibt die Anzahl der Disk-Images an. Ein Beispiel: Bei folgendem Dateinamen 1015-250.img sind 250 Disk-Images nutzbar.

Schneller Wechsel auf FATware: Wenn die +divide Firmware aktiv ist und man möchte auf FATware wechseln, dann kann man die Datei fatware-012-image.zip laden und entpacken. Hier ist ein Disk-Image mit der FATware v0.12 enthalten. Einfach dieses Image mit der Option Disk-Image einfügen in das Medium aufnehmen und schon hat man eine schnelle Möglichkeit, von +divide auf FATware zu wechseln. Mit GO TO *1,0,x (x ist die Nummer des Disk-Images) und nachfolgendem RUN kann FATware v0.12 installiert werden.

Alternative Datensicherung: Eine Datensicherung ist auch möglich, indem man die Medium-Datei ganz normal kopiert. Ein Zurückschreiben ist aber nur auf den gleichen Datenträger möglich, wenn er vorher komplett gelöscht oder formatiert wurde.

Zum Schluss noch der obligatorische Hinweis: Ich kann nicht dafür garantieren, dass dieses Programm überall fehlerfrei läuft und das tut, was weiter oben beschrieben wird. Zwar habe ich alles ausgiebig getestet, trotzdem kann ich nicht ausschließen, dass Fehlfunktionen auftreten.

Das Programm ist Freeware und kann ohne Einschränkungen weitergegeben werden.


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